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Arbeitsgruppen

Im Zukunftsworkshop Lehre wird auf der Basis international diskutierter Szenarien der OECD zur Entwicklung der Hochschullandschaft gearbeitet. Vier Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit jeweils einem Szenario.

Die Arbeitsgruppen werden so mit Studierenden, Lehrenden und Mitarbeiter/innen besetzt, dass die Perspektiven aller Statusgruppen in allen Gruppen repräsentiert sind. Jede Arbeitsgruppe arbeitet mit einem der durch das OECD Centre for Educational Research and Innovation (CERI) im Rahmen des University Futures Projekts entwickelten Szenarien. Dabei sollen die Szenarien die Arbeitsgrundlage der Veranstaltung bilden. Sie sind nicht so sehr als Prognosen zu verstehen, sondern als mögliche, zugespitzte Entwürfe, die den Diskurs anregen sollen. Daher steht nicht der Realitätsgehalt der Szenarien im Vordergrund, sondern auf der Basis der Szenarien die Frage: „Was wäre, wenn …?“.

Die Four Scenarios for Higher Education umfassen im Original je ca. eine Seite. Charakterisiert werden können sie wie folgt: 

Arbeitsgruppe 1 – Open Networking

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Die Hochschullandschaft ist gekennzeichnet durch starke Internationalisierung und intensive Vernetzung zwischen Institutionen, Lehrenden, Lernenden und gesellschaftlichen wie wirtschaft­lichen Akteuren. IT-Entwicklungen verstärken den Trend zu Modularisierung, Standardisierung, Englisch als Lehrsprache, Online-Verfügbarkeit von Veranstaltungen und mehr Raum für individuelle Projekte der Studierenden. Es kommt zu einer Annäherung von Berufsausbildungsinstitutionen und Teilen der Hochschullandschaft.

 

Arbeitsgruppe 2 – Serving Local Communities

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Die Hochschulen sind regional eingebettet und richten sich in Forschung und Lehre nach den lokalen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Anforderungen; auch die Finanzierung erfolgt hauptsächlich im regionalen Rahmen. Lediglich Eliteinstitutionen sind international vernetzt. Insgesamt sinkt die Bedeutung der Forschung gegenüber der Lehre. Geforscht wird vor allem in wirtschaftlich relevanten Bereichen. Die Universitäten gleichen sich anderen Bildungsinstitutionen an. Lebenslanges Lernen und kontinuierliche Qualifizierung im beruflichen Bereich gewinnen an Bedeutung.

 

Arbeitsgruppe 3 – New Public Responsibility

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Die Hochschulbildung wird weiterhin überwiegend öffentlich finanziert, bei zunehmendem Gewicht von Verfahren des "New Public Management": Marktorientierung, Steuerung durch finanzielle Anreize, Autonomie der Institutionen und breiter gefächerte Finanzierungsquellen. Dadurch verschwimmt die Grenze zwischen privat und öffentlich zunehmend. Reputation durch Forschung wird durch Faktoren wie Lehrqualität und Employability ergänzt. Die Lehre orientiert sich stärker an der Nachfrage der (für das Studium bezahlenden) Studierenden.

 

Arbeitsgruppe 4 – Higher Education Inc.

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In einer voll globalisierten Welt konkurrieren die Hochschulen weltweit darum, Bildungs- und Forschungsdienstleistungen auf kommerzieller Basis anzubieten. Sie konzentrieren sich entweder auf Forschung oder auf Lehre; zwischen Undergraduate- und Graduate-Ausbildung wird ebenfalls klar getrennt. Auf dem globalen Bildungsmarkt werden die besten Forscher/innen und Studierenden stark umworben.

(Quelle: englischsprachige OECD-Szenarien [PDF])

Basis der Arbeitsgruppen sind die englischsprachigen Szenarien. Auf Anfrage senden wir Ihnen gerne eine eigene deutsche Arbeitsübersetzung der Szenarien zu.